Gesundheit fängt bei Tisch an

Was sollen wir essen ein Leben lang?

Gesunde Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil aktiver Gesundheitsvorsorge. Nicht nur mit Blick auf das Körpergewicht kommt es darauf an, was wir essen. Welche Ernährung ist optimal, wenn wir bis ins hohe Alter gesund und schlank bleiben oder es wieder werden wollen? Und was macht uns krank?

Kinder mit Schubkarre voll mit Gemüse und Obst

©famveldman / fotolia.com

Die Ernährung unserer Vorfahren war kein Zuckerschlecken. Gegessen wurde, was die Tier- und Pflanzenwelt anzubieten hatte: Fleisch, Pflanzen, Nüsse, Früchte:  viel Eiweiß und Fett, wenig Kohlenhydrate. Und vor die Mahlzeit hatte die Natur den Schweiß gestellt. Jagen, sammeln, kämpfen, 50 km auf den Beinen keine Seltenheit.

Heute wird gegessen was die Lebensmittelindustrie anzubieten hat: Pizza, Schokoriegel und dazu Soft-Drinks. Schweißtreibend ist allenfalls der Ärger über das Fußballspiel im Fernsehen. Wir jagen durchs Internet, sammeln Pfunde an, kämpfen mit dem inneren Schweinehund. Unser Lebensstil hat sich verändert. Geblieben sind uns jedoch viele evolutionsbedingte Anlagen, zum Beispiel mit einem Fettdepot für schlechte Zeiten vorzusorgen. Wird uns jetzt zum Verhängnis, was einst lebenserhaltend war?

Zu viel Kohlenhydrate, zu wenig Bewegung

Vor allem eine hohe Kohlenhydratzufuhr in Form von Stärke und Zucker gepaart mit Bewegungsmangel scheint unseren steinzeitlich geprägten Stoffwechsel in Schieflage zu bringen. Noch vor zehn Jahren wurden Kohlenhydrate als Basis einer gesunden Ernährung einhellig gepriesen und Fette verdammt. Studien zeigen nun endlich, dass nicht Fett uns fett und krank macht, sondern zu viel Zucker.

Falsche Ernährung begünstigt Zivilisationskrankheiten

In Kombination mit anderen Risikofaktoren, zum Beispiel Rauchen, Alkohol oder familiärer Disposition füttern wir damit unsere Zivilisationskrankheiten, angefangen von Übergewicht, abdomineller Fettleibigkeit (Bauchfett), Bluthochdruck, hohen Blutfetten, Insulinresistenz, Fettleber, Typ-2-Diabetes bis hin zu Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfall, Krebs, Demenz und Depressionen. Weit über die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland sind übergewichtig oder fettleibig. Auch Kinder und schlanke Menschen sind betroffen, haben zum Beispiel eine Fettleber, oft ohne es zu wissen.

Essen Sie sich gesund

Die gute Nachricht: Viele Gegenmaßnahmen wirken sehr schnell. Mit Leberfasten und Ernährungsumstellung können wir beispielsweise einer Fettleber und drohender Diabetes den Garaus machen.

Besser noch, es gar nicht so weit kommen zu lassen. Im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung, einem umfassenden Check-up, lässt sich ein sehr genaues Risikoprofil erstellen. Darauf aufbauend können wir individuelle Empfehlungen zu therapeutischen und vorbeugenden Maßnahmen für alle Aspekte einer gesunden Lebensgestaltung machen. Denn Ernährung ist ja nur eine, wenngleich wichtige Zutat eines gesunden Lebensstils.

Gesundheit hört bei Tisch nicht auf

Gesundheit ist das kostbarste Gut nach dem Leben selbst. Wir sollten deshalb sehr sorgfältig mit ihr umgehen. Wo will ich in ein paar Jahren stehen? Das bedeutet, Verantwortung für sich zu übernehmen und auch, sich mit dem komplexen Wunderwerk Mensch zu befassen. Nicht umsonst haben wir ja deshalb auch das Buch Die Architektur der Gesundheit geschrieben.“

 

„Deine Nahrungsmittel seien Dein Heilmittel “
(Hippokrates)

Moderne mediterrane Ernährung

Eine moderne mediterrane Ernährung – und damit sind nicht Pasta, Pizza und Weißbrot gemeint – ist optimal, wenn wir bis ins hohe Alter gesund und schlank bleiben oder es wieder werden wollen. Dazu gehören:

  • eine moderate Kohlenhydratzufuhr, die sich individuell am Bewegungslevel und Stoffwechsel des Menschen orientiert
  • gute Fette
  • viel Eiweiß
  • Ballaststoffe
  • Vitamine und Mineralstoffe
  • regelmäßig, aber mäßig Wein
  • und täglich Bewegung.

Die gesundheitlichen Vorteile sind vielfach belegt. Nach der spanischen PREDIMED Studie beispielsweise wird das Risiko für einen Typ-2-Diabetes durch eine mediterrane Ernährungsweise mit viel Oliven und Nüssen sogar halbiert.

 

Ernährung LOGI Prinzip

Umgesetzt wird diese Ernährungsform mit der LOGI-Methode.

Die LOGI-Methode

LOGI steht für „Low Glycemic and Insulinemic“ = „niedriger Blutzucker- und Insulinspiegel“ und zielt speziell darauf ab, den Blutzucker- und Insulinspiegel flach zu halten. Die LOGI Methode versteht sich nicht als Diät, sondern als Ernährungsweise auf Dauer. Im Prävent Centrum steht Linda Wicker als zertifizierte LOGI-Beraterin den Patienten mit entsprechender Ernährungsberatung zur Seite.

Die LOGI Ernährungspyramide und die 5 Ernährungsregeln nach dem LOGI-Prinzip fassen die wichtigsten Grundsätze zusammen und geben eine erste Orientierungshilfe.

5 Ernährungsregeln nach dem LOGI-Prinzip

  1. Senken Sie die Energiedichte Ihrer Mahlzeiten! mit weniger Kalorien satt werden • 100 g Pommes = 290 kcal = 1,6 kg Karotten
  2. Senken Sie den Kohlenhydratanteil Ihrer Mahlzeiten! Kohlenhydrate können dick machen – es sei denn, man verbrennt sie beim Sport. (Kohlenhydrate bestehen aus Zuckermolekülen. Nicht verbrannte Kohlenhydrate werden zu Fett umgewandelt und als Fettreserve gespeichert.)
  3. Ernähren Sie sich eiweißreich – das hält länger satt! Fisch, Geflügel, mageres Fleisch, Eier, magere Milchprodukte in Kombination mit viel Gemüse und Salat = wenig Kalorien bei langanhaltender Sättigung
  4. Essen Sie ausreichend „gute“ Fette! (einfach ungesättigte / Omega-3): u. a. Olivenöl, Rapsöl, Nüsse + Nussöle, Avocados, Fisch. Vermeiden Sie gehärtete Fette / Transfettsäuren (Süßigkeiten, Frittiertes, Wurstwaren, Kokosfett (Palmin), Fertiggerichte, Fast Food)
  5. Steigern Sie Ihren Kalorienverbrauch! Bewegung steigert nicht nur den Umsatz, es macht gute Laune und hilft auch, Risikofaktoren zu mildern. Laufen Sie den Krankheiten davon.