Herzgesundheit: Wann zum Kardiologen?

Beschwerden, Vorsorge, sportliche Pläne: Was ist wichtig?

Herzgesundheit ist keine Frage des Alters. In diesem Beitrag lesen Sie, wann Sie Spezialisten zu Rate ziehen und auf welche Warnsignale Sie achten sollten.

Haben Sie akute Beschwerden?

Nicht verrückt machen, aber Beschwerden und Warnsignale ernst nehmen, zum Beispiel Brustenge oder häufige Atemnot schon bei Alltagsbelastung.

Häufig stellen sich Herzbeschwerden als völlig harmlos heraus. Gehen Sie aber bitte kein Risiko ein! Wer unsicher ist oder einen Verdacht hegt, sollte nicht nur das Internet befragen, sondern zügig einen Arzt aufsuchen.

Wie steht es um Ihre Vorsorge?

Unabhängig vom Alter berate ich gern jeden, der wissen will, wie es um sein Herz steht. Ab dem 35. Lebensjahr empfehle ich eine regelmäßige Inspektion. Sofern Risikofaktoren bekannt sind, sollte dies konsequent erfolgen (unter anderem Rauchen, Übergewicht, Diabetes, hoher Blutdruck, familiäre Vorbelastungen wie etwa Schlaganfall oder Herzklappenfehler in der Familie).

Wir können sehr genaue Risikoprofile erstellen. Anhand dessen beraten wir hinsichtlich sinnvoller Vorsorgepläne und dazu, wie über den Lebensstil das Risiko minimiert werden kann. Wenn sich zeigt, dass eine Erkrankung vorliegt, obwohl noch keine Beschwerden da sind, kann mit einem Therapieplan das Fortschreiten gestoppt oder verlangsamt werden.

Sportler aufgepasst!

Nicht nur für Leistungssportler sind kardiologische Untersuchungen wichtig. Auch für Neu- und Wiedereinsteiger, insbesondere im fortgeschrittenen Alter. Wer es mit 40+ noch einmal wissen will – Stichwort Marathon oder Bergbesteigung – sollte kein Risiko eingehen.

Sport ist sehr gesund, und unter diesem Aspekt sollte er auch betrieben werden. Denn was im Alltag vielleicht nicht einschränkt, kann unter Belastung krankmachen oder gar tödlich werden, zum Beispiel ein Herzfehler oder eine Herzmuskelentzündung, die oft als Folge einer Infektion schon einige Zeit zurückliegt.