Moderne Herz-Kreislauf-Diagnostik: Risiken erkennen und minimieren

So arbeitet die Kardiologie im Prävent Centrum

„Hochleistungsmotor“, Symbol für die Liebe und das Leben – das Herz. Wer sein Leben liebt, sollte auf sein wichtigstes Organ achten. Herz-Kreislauferkrankungen sind in Deutschland nach wie vor Todesursache Nr. 1. Gemessen daran genießen sie zu wenig Aufmerksamkeit. Sie verlaufen oft lange symptomlos, mitunter aber folgenschwer. Aus heiterem Himmel kommt es dann z. B. zum Herzinfarkt oder Schlaganfall. Keine Behandlung ist so wirksam wie das Verhindern von Krankheit. Der Herzinfarkt etwa ist oft kein unabwendbares Schicksal. Er entsteht meist durch kranke Gefäße, die nicht schmerzen. Ein schleichender Prozess, oft über Jahre. Moderne kardiologische Diagnostik hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.

Kardiologe hält Herz in den Händen

©natalie-mis / fotolia.com

Modernes Untersuchungsspektrum für alle Herzensangelegenheiten

Hierfür steht im Prävent Centrum ein breites, modernes Untersuchungsspektrum zur Verfügung, das sich an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert und nahezu alle Herzensangelegenheiten abdeckt: angefangen von Basisdiagnostik, über individuelle Check-ups und Risikofaktorbestimmung bis hin zu Sportkardiologie und Schlafapnoe-Screening. Ein wichtiges Anliegen ist mir, den Patienten möglichst umfassende Betreuung aus einer Hand anzubieten.

Seltene Expertise im Prävent Centrum: Kardio-MRT und Kardio-CT

Unverzichtbar daher auch im diagnostischen Repertoire: die moderne Herzbildgebung. Eine wertvolle Ergänzung zum Ultraschall bieten Kardio-MRT und Kardio-CT, zwei Verfahren, die wir seit vielen Jahren selbst durchführen. Hier erfahren Sie mehr über die bildgebenden Verfahren in der Kardiologie und was sie dem Patienten nützen.

Diese eher seltene Expertise im ambulanten Praxisbereich bieten wir aus gutem Grund an, denn sie hat entscheidende Vorteile: weniger Laufereien und die Diagnostik erfolgt direkt durch den betreuenden Kardiologen. Nicht zuletzt lässt sich mit diesen Methoden vielfach eine invasive und mit Risiken verbundene Herzkatheteruntersuchung vermeiden. Ein Herzkathetereingriff ist in vielen Akutfällen angezeigt, zum Beispiel wenn Gefäße komplett verschlossen sind und ein Stent gesetzt werden muss. Oft ist diese Untersuchung aber überflüssig, insbesondere wenn sie nur zu rein diagnostischen Zwecken eingesetzt wird.“

Gute Gespräche verlängern das Leben

Bei all der modernen Technik steht für uns jedoch eines an erster Stelle: der persönliche, vertrauensvolle Kontakt zum Patienten. Ich behandle nie nur eine Erkrankung, ich behandle einen Menschen, der vielleicht Ängste und Sorgen hat. Bevor ich überhaupt mit Untersuchungen beginne, nehme ich mir Zeit für ein ausführliches Gespräch. Dabei gehe ich intensiv auf Fragen, Bedürfnisse, Vorerkrankungen, Lebensstil und persönliche Situation ein. So kann ich mir ein ganzheitliches Bild verschaffen und spätere Diagnosedaten gezielt einordnen. Darauf aufbauend planen wir dann individuell erforderliche Untersuchungen.

Ziel ist es, unsere Patienten partnerschaftlich zu beraten und zu begleiten, individuell zu betreuen und zeitgemäß zu behandeln.

Warum Schlaf-Apnoe-Screening beim Kardiologen?

Keineswegs nur ein lautes Problem, das allen Beteiligten eine wenig erholsame Nachtruhe beschert. Bei einer Schlafapnoe kommt es während des Schlafens immer wieder zu längeren Atempausen.

Schlafapnoe kann Herz-Kreislauferkrankungen (z. B. Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, plötzlichen Herztod) begünstigen oder verschlimmern. Vor allem Patienten mit Herzinsuffizienz (Herzschwäche) leiden oft unter Schlafapnoe. Eine Schlafapnoe verschlimmert außerdem eine vorbestehende Herzinsuffizienz und umgekehrt. Durch eine Behandlung kann eine Herzinsuffizienz auch verbessert werden.

Neben dem Beschwerdebild des Patienten ist die wichtigste Untersuchung das Schlaf-Apnoe-Screening. Ähnlich wie beim Langzeit-EKG werden wichtige Parameter aufgezeichnet, u. a. Sauerstoffsättigung, Atemanstrengung der Brust und Bauchmuskulatur sowie der Atemfluss mit Schnarchereignissen. Der Patient schläft wie gewohnt zu Hause. Im Falle eines krankhaften Schlafapnoe-Index ist ggf. eine weitere Untersuchung im Schlaflabor erforderlich.